Zu Weihnachten gibt es bei uns schlesische Bratwurst

Happy New Year!! Ich kann kaum glauben, dass wir jetzt schon im neuen Jahr sind.  2013!! Das letzte Jahr und besonders die letzten Monate sind so schnell vergangen. Besonders die letzten Tage, dafür habe ich Zeit für einige Projekte gehabt und muss jetzt nur alles aufbereiten. Also fange ich erst einmal mit Weihnachten an.

Zu Weihnachten war ich wie jedes Jahr bei meinen Eltern Zuhause. Diese Mal sogar eine ganze Woche, die Pause hatte ich aber auch bitter nötig! Meine Eltern geben sich immer so viel Mühe und verwöhnen mich. Ich wurde fast jeden Morgen mit Frühstück im Bett geweckt! Meine Eltern trinken jeden Morgen frisch gepressten Orangensaft, mmmhhhh es gibt doch nichts Besseres. Leider haben wir hier in Berlin kein Auto, so dass wir nur alle 2 Woche einen Großeinkauf machen… und für den normalen Einkauf unter der Woche sind mir Orangen einfach zu schwer zu schleppen. Obwohl ich mich auch an frischgepressten Orangensaft zum Frühstück gewönen könnte.

Zu Weihnachten gibt es bei uns jedes Jahr das gleiche zu Essen. Schlesische Bratwürste mit Sauerkraut, Kartoffeln und braune Butter. Meine Großeltern kommen aus Schlesien und so wurde dieses Gericht bei uns weitergeführt – ich kann mir auch gar nichts besseres zu Weihnachten vorstellen. Die schlesische weiße Bratwurst ist ein Kalbsbratwurst und man bekommt diese auch nur zu Weihnachten. Meine Mutter bestellt die Würstchen wie auch das Sauerkraut immer beim Metzger vor. Dieses Jahr war alles in Tüten mit Schweinchen in Weihnachtsmützen verpackt – für einen Metzger sehr mutig finde ich! 🙂

Die Würste müssen vor dem Anbraten unbedingt noch in heißem (nicht kochenden!) Wasser überbrüht werden. Ich glaube bei den meisten Familien werden die Würste dann einfach so gebraten. Bei meinen Großeltern wurden die Würstchen jedoch zuerst paniert und dann angebraten! Für mich gehört das dazu!

 

Das Sauerkraut hatte meine Mutter auch beim Metzger vorbestellt.

So bereitet meine Mutter das Sauerkraut zu

Eine Hand voll Wachholderbeeren
1 Zwiebel
1 Apfel
3 Lorbeerblätter
1 EL Kümmel
1 EL Zucker
1kg Sauerkraut

Meine Mutter hat dafür in einem Topf die Wachholderbeeren und eine kleingeschnittene Zwiebel angebraten außerdem kam noch ein kleingeschnittener Apfel dazu. Die Wachholderbeeren duften ganz toll wenn diese angebraten werden. Dann auch das Sauerkraut, die Lorbeerblätter und den Zucker hinzugeben. Reichlich Kümmel darf natürlich auch nicht fehlen! Das Ganze dann ca. 20- 30 Minuten köcheln lassen.

Mmmmhhhh das beste an dem Weihnachstessen ist wenn man die Bratwurst am nächsten Morgen kalt auf einem Brötchen isst. Ich freue mich schon auf nächste Weihnachten.

5 Kommentare

  1. Hallo Laura,
    solange ich mich zurück erinnern kann, gab es bei uns Schlesische Bratwürste am Heiligabend. Die panierte Variante kannte ich bisher aber nicht. Das klingt aber auch durchaus vielversprechend. Wärst Du bereit zu verraten, wie die paniert werden?
    Gourmandise

    • Ja klar, gerne. Das geht ganz einfach: nach dem Überbrühen die Würstchen trocken tupfen und in etwas Mehl wenden. Danach ganz normal erst in Ei und dann Paniemehl welzen. Meine Oma kommt übrigens aus Goglau, ganz in der Nähe von Schweidnitz – ich weiß nicht ob es eine Spezialität aus der Region ist oder ob sie sich das einfach ausgedacht hat?! Jedenfalls hab ich noch nie jemanden kennen gelernt der die auch paniert zubereitet.

      Wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und hoffe es schmeckt dir auch so gut wie mir 🙂

  2. Liebe Laura,
    bin wieder total inspiriert. Oh, die Haselnußmeringue….. Lecker, lecker. Jetzt hab ich ja das Rezept und werde die Nachmachen.

  3. Dieter Bilz

    Guten Abend,

    das mit den Bratwürsten kenne ich von meiner Mutter (89) auch sehr gut. Leider haben in Südostbayern alle bisherigen Metzgereien, die diese Würste zu Weihnachten angeboten hatten, den Verkauf eingestellt.
    Kann ich vielleicht die Adresse des Metzgers bekommen, vielleicht lässt sich da was machen mit verschicken oder so – probieren würde ich das auf jeden Fall. Danke schon mal und liebe Grüße.
    Dieter

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